Samstag, 24. März 2012

Kapitel 1 (Was ist Liebe)

Was ist eigentlich Liebe? Wir alle reden von ihr, wir alle hassen sie, wir alle lieben sie und wir alle nutzen sie. Doch keiner, keiner von uns weiß wirklich, was sie ist. Keiner von uns hat sie wirklich. Spürt sie rein, spürt sie klar. Keiner spürt sie vollkommen. Unwiderruflich. Bedingungslos.
Doch ich, ich will sie so spüren, vollkommen, ohne ein Wort, klar, rein will ich die Liebe spüren. Ich will lieben, will die Liebe lieben. Doch wen, was, wann und wo? Bald finde ich sie, das weiß ich.

Jana war ein eigentlich ganz normaler Teenager, der feiern und Partys liebte, jedes Wochenende ging sie auf die angesagtesten Partys, feierte bis zum Umfallen, trank auch mal zu viel, sie war eine Tanzkönigen, keiner hatte so viele Moves wie sie drauf. Keiner konnte so mit der Musik mitgehen, sich so zu ihr bewegen und so mit der Musik eins werden, wie sie. Auf jeder Party war sie die Hauptrolle, jedes Mädchen wollte ihrer Clique angehören, jeder Junge wollte mit ihr flirten. Und sie erlaubte alles, sie war mit allen Mädchen der Schule befreundet und sie flirtete mit allen Jungs der Stadt und Umgebung. Jana hatte sehr viele Freunde, die sie sehr zu schätzen wusste und es verging kein Wochenende ohne einen neuen Jungen an ihrer Seite.
Sie lebte mit ihrer Mutter in einer kleinen Vorstadtwohnung in Berlin, Neuköln. Das Haus sah sehr gepflegt aus und auch Janas Mutter legte großen Wert auf Ordnung, obwohl sie selbst den ganzen Tag von morgens bis abends auf Arbeit war und manchmal auch drei oder vier Tage weg war, putzte sie sobald sie nach Hause kam. Jana hatte früh gelernt für sich selbst zu sorgen. Mit sechs Jahren blieb sie bereits abends alleine Daheim und mit neun Jahren konnte sie sich bereits einfache Gerichte kochen. Ihre Mutter war stolz auf ihr kleines Mädchen, denn Jana hatte nie Probleme mit anderen Leute, war sehr kontaktfreudig und die Freunde und Freundinnen gingen ein und aus bei ihr. Jana hatte ihren Vater nie kennengelernt, doch das machte ihr nicht sonderlich viel aus, denn sie kannte es ja nicht anders. Jana war immer für sich selbst verantwortlich, da ihre Mutter so gut wie nie da gewesen war. Sie hatte ihr eigenes Zimmer mit einem großen Bett, einem Kleiderschrank wie aus „Die Kronikin von Narnia“ und sämtlichen Accessoires. Außerdem hatte Jana ihr eigenes Bad, dass sich an ihr Zimmer anschloss, wenn sie also Besuch (männlich oder weiblich) hatte, konnte dieser bei ihr im reinsten Teenieluxus leben.

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