Was
ist eigentlich Liebe? Wir alle reden von ihr, wir alle hassen sie, wir alle
lieben sie und wir alle nutzen sie. Doch keiner, keiner von uns weiß wirklich,
was sie ist. Keiner von uns hat sie wirklich. Spürt sie rein, spürt sie klar.
Keiner spürt sie vollkommen. Unwiderruflich. Bedingungslos.
Doch ich, ich will sie so spüren, vollkommen, ohne ein Wort, klar, rein will
ich die Liebe spüren. Ich will lieben, will die Liebe lieben. Doch wen, was,
wann und wo? Bald finde ich sie, das weiß ich.
Jana war ein eigentlich ganz normaler Teenager, der feiern und Partys liebte,
jedes Wochenende ging sie auf die angesagtesten Partys, feierte bis zum
Umfallen, trank auch mal zu viel, sie war eine Tanzkönigen, keiner hatte so
viele Moves wie sie drauf. Keiner konnte so mit der Musik mitgehen, sich so zu
ihr bewegen und so mit der Musik eins werden, wie sie. Auf jeder Party war sie
die Hauptrolle, jedes Mädchen wollte ihrer Clique angehören, jeder Junge wollte
mit ihr flirten. Und sie erlaubte alles, sie war mit allen Mädchen der Schule
befreundet und sie flirtete mit allen Jungs der Stadt und Umgebung. Jana hatte
sehr viele Freunde, die sie sehr zu schätzen wusste und es verging kein
Wochenende ohne einen neuen Jungen an ihrer Seite.
Sie lebte mit ihrer Mutter in einer kleinen Vorstadtwohnung in Berlin, Neuköln.
Das Haus sah sehr gepflegt aus und auch Janas Mutter legte großen Wert auf
Ordnung, obwohl sie selbst den ganzen Tag von morgens bis abends auf Arbeit war
und manchmal auch drei oder vier Tage weg war, putzte sie sobald sie nach Hause
kam. Jana hatte früh gelernt für sich selbst zu sorgen. Mit sechs Jahren blieb
sie bereits abends alleine Daheim und mit neun Jahren konnte sie sich bereits
einfache Gerichte kochen. Ihre Mutter war stolz auf ihr kleines Mädchen, denn
Jana hatte nie Probleme mit anderen Leute, war sehr kontaktfreudig und die
Freunde und Freundinnen gingen ein und aus bei ihr. Jana hatte ihren Vater nie
kennengelernt, doch das machte ihr nicht sonderlich viel aus, denn sie kannte
es ja nicht anders. Jana war immer für sich selbst verantwortlich, da ihre
Mutter so gut wie nie da gewesen war. Sie hatte ihr eigenes Zimmer mit einem
großen Bett, einem Kleiderschrank wie aus „Die Kronikin von Narnia“ und
sämtlichen Accessoires. Außerdem hatte Jana ihr eigenes Bad, dass sich an ihr
Zimmer anschloss, wenn sie also Besuch (männlich oder weiblich) hatte, konnte
dieser bei ihr im reinsten Teenieluxus leben.
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